

venedig 2022
17. bis 20. februar
Februar 2022: Corona ist auch nach fast zwei Jahren noch immer das bestimmende Thema. Die Impfpflicht tritt am 5. Februar 2022 offiziell in Kraft. Am 12. Februar wird die 2G-Regel im Handel bundesweit aufgehoben; stattdessen gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Am 19. Februar erfolgt in der Gastronomie, in Beherbergungsbetrieben sowie bei Seilbahnen die Umstellung von der 2G- auf die 3G-Regel. Mitte Februar kündigt die Bundesregierung die weitgehende Aufhebung nahezu aller Corona-Maßnahmen für den 5. März 2022 an. In Wien sind bis zum 24. Februar 2022 seit Beginn der Pandemie insgesamt rund 544.650 positive Testungen bestätigt worden. Obwohl die Infektionszahlen weiterhin hoch sind, führen die milderen Krankheitsverläufe der Omikron-Variante dazu, dass die Bundesregierung einen Paradigmenwechsel hin zu mehr Eigenverantwortung und schrittweisen Lockerungen einleitet.

Wir wollen hinaus, weg von der Enge der vergangenen Monate, auch wenn wir wissen, dass es kein normaler Urlaub werden wird. Zu präsent sind die Regeln, zu wechselhaft die Vorschriften. Dennoch reift der Entschluss: ein ruhiges Wochenende in Venedig. Überraschenderweise ist es selbst zur Karnevalszeit kein Problem, eine Unterkunft zu finden.
Am Donnerstag, dem 17. Februar, brechen wir um 14:00 Uhr auf. Die erste Etappe führt uns nur bis Udine. Nach etwas mehr als fünf Stunden Fahrt erreichen wir das Hotel Là di Moret am Stadtrand – unspektakulär, funktional, ein Haus für Geschäftsreisende. Doch es hat einen Trumpf: das renommierte Restaurant Al Fogolar.
Bis wir eingecheckt haben und uns für den Abend fertig machen, ist es 20:30 Uhr. In Italien ist das kein Hindernis, vielmehr der Beginn des Abends. Viele Lokale öffnen erst jetzt ihre Türen. Vorsorglich haben wir reserviert, doch es erweist sich als überflüssig: In dem weitläufigen Gastraum ist neben uns nur ein weiterer Tisch besetzt. Die Leere wirkt nicht kühl, sondern beinahe intim. Der Service ist aufmerksam, beinahe feierlich, und was aus der Küche kommt, überzeugt mit jedem Gang. In diesem Moment wissen wir: Der Anfang dieser Reise ist gelungen.











Freitag, 18. Februar 2022. Das Frühstücksbuffet folgt eigenen Regeln: Masken und Plastikhandschuhe bestimmen den Ablauf. Romantisch ist das nicht, aber es gehört zu dieser Zeit einfach dazu.
Bald darauf brechen wir auf. Es sind nur noch eineinhalb Stunden Fahrt bis nach Venedig – genauer gesagt bis zur Garage San Marco am Piazzale Roma, wo wir wie immer unser Auto abstellen. Auch hier haben wir vorsorglich reserviert, und auch hier wäre es nicht nötig gewesen.
Wir haben keine Lust, mit den Koffern durch die halbe Stadt zu ziehen. Also nehmen wir gleich am Rio Nuovo ein Wassertaxi, das uns direkt zu unserem Hotel bringt. Das Ankommen beginnt auf dem Wasser – leise, gleitend, ganz im Rhythmus dieser Stadt.





Das Boot gleitet am Bahnhof vorbei und folgt dem Canale Grande. Kurz vor der Rialtobrücke biegt es nach links ab, hinein in das Wirrwarr der schmalen Kanäle des Stadtteils San Marco – zweifellos der bekannteste Venedigs. Hier befinden sich die gleichnamige Basilika, der berühmte Markusplatz und der Dogenpalast. San Marco ist das Herz der Stadt.
Seinen Namen verdankt das Viertel dem heiligen Markus, einem der zwölf Apostel Jesu. Einer Legende zufolge entwendeten venezianische Kaufleute im Jahr 828 n. Chr. seine Gebeine aus Alexandria und brachten sie nach Venedig, um sie vor muslimischen Eroberern zu schützen. Markus wurde daraufhin zum Schutzpatron der Stadt erhoben. In der christlichen Ikonografie ist er meist als geflügelter Löwe dargestellt – ein Symbol, das man nicht nur im Stadtwappen, sondern überall in Venedig wiederfindet.
Unser Hotel liegt nahe dem Campo Santa Maria Formosa. Es besitzt einen eigenen Zugang vom Wasser aus und ist nur über eine kleine Brücke zu erreichen – genau so, wie man sich Venedig vorstellt.



Das Charming House iQs ist ein stilvolles, modernes Boutique-Hotel in Venedig, bekannt für seine ruhige Lage hinter dem Markusplatz. Wir waren bereits einmal hier. Dieses Mal haben wir uns für das Apartment mit Dachterrasse entschieden – und sind schlichtweg begeistert.
Es gibt mehr als ausreichend Platz, und von der Dachterrasse eröffnet sich ein Panoramablick auf den Glockenturm des Markusdoms und über die Dächer der Stadt. Wenn sich, wie versprochen, auch noch die Sonne zeigt – im Moment liegt der für Venedig so typische Nebel über den Gassen –, dann werden wir hier eine gute Zeit verbringen.​







Nachdem wir uns eingerichtet haben, brechen wir zu unserem ersten Spaziergang auf. Wir wissen nicht mehr, wie oft wir schon in Venedig waren – ganz sicher über dreißig Mal in unserem Leben – und doch fasziniert uns diese Stadt immer wieder aufs Neue. Vielleicht ist es diesmal die ungewohnte Ruhe, die alles noch intensiver erscheinen lässt. Weniger Touristen sind unterwegs, und selbst diese bemühen sich sichtbar, Abstand zu halten und einander auszuweichen.
Wir wählen den kürzesten Weg zur Riva degli Schiavoni, einer der berühmtesten und prächtigsten Uferpromenaden Venedigs. Sie verläuft entlang des Markusbeckens und verbindet den Dogenpalast mit dem Arsenale-Viertel. Von dort gehen wir weiter bis zu den Giardini della Marinaressa – einer ruhigen, öffentlichen Gartenanlage am Wasser, die nicht nur für ihre malerische Lage, sondern auch als Ausstellungsort zeitgenössischer Kunst bekannt ist.
Die Gärten entstanden in den 1930er-Jahren im Zuge des Baus der Riva dei Sette Martiri auf dem Gelände ehemaliger Werften. Ursprünglich befanden sich hier Unterkünfte für Matrosen, die sich um die Republik Venedig verdient gemacht hatten. Daran erinnert noch heute das namensgebende Gebäude der Marinaressa Veneziana.





Gegen Mittag meldet sich ein leises Hungergefühl, und wir entscheiden uns für eine Weinbar: die La Barrique in der Via Giuseppe Garibaldi im Stadtteil Castello. Es ist eine der markantesten und lebendigsten Straßen Venedigs, deutlich breiter als die engen Gassen des touristischen Zentrums und geprägt von einer authentischen, fast alltäglichen Atmosphäre.
Für venezianische Verhältnisse ist die Straße ungewöhnlich breit – kein Zufall, denn ursprünglich floss hier der Rio de Sant’Anna. Erst 1807, unter napoleonischer Herrschaft, wurde der Kanal zugeschüttet, um Platz für eine repräsentative Allee zu schaffen.
Heute sind nur wenige Menschen unterwegs, auch das Lokal ist leer. Trotzdem – oder gerade deshalb – setzen wir uns nach draußen, ungeachtet der gedämpften Temperaturen. Eine herrliche Flasche Pinot Grigio kommt auf den Tisch, dazu eine Auswahl an Cicchetti: Polpette, Code di Mazzancolle in Saor. Gut gestärkt kann es weitergehen.






Der Rückweg führt uns über das Arsenale – einst die größte und fortschrittlichste Schiffswerft der Welt und das industrielle Herz der Republik Venedig. Ein gewaltiger Komplex aus Werkstätten, Lagerhallen und Wasserbecken, der über Jahrhunderte hinweg die maritime Macht der Stadt sicherte. Heute ist das Gelände teilweise Sitz der italienischen Marine, Ausstellungsort der Biennale und Heimat des Marinehistorischen Museums.
Von dort gehen wir weiter quer durch Castello, den flächenmäßig größten Stadtteil Venedigs. Er ist bekannt für seine authentische Atmosphäre, grüne Oasen wie die Giardini della Biennale und für jene stillen, wenig touristischen Gassen abseits der großen Wege. Diese kleinen Gassen nutzen wir, um wieder zu unserem Apartment zurückzufinden.
Inzwischen lässt sich auch die Sonne blicken. Der Nebel lichtet sich, und es scheint ein schöner Nachmittag zu werden.












Noch schnell besorgen wir eine Flasche Wein, dann geht es hinauf auf die Dachterrasse – die private Altana. Diese typische venezianische Holzkonstruktion liegt eingebettet zwischen den Dächern der Stadt und eröffnet einen Panoramablick auf den Glockenturm des Markusdoms und das unregelmäßige Meer aus Ziegeln ringsum.
Dieser malerische Ort ist wie geschaffen, um Venedig von oben zu erleben: fernab von der Hektik der Gassen, in stiller Höhe. Perfekt für ein Glas guten italienischen Rotweins – und für eine feine kubanische Zigarre.





Am Abend brechen wir zu einer größeren Runde auf. Zunächst führt der Weg erneut durch San Marco zur Rialtobrücke – einem der bekanntesten Wahrzeichen Venedigs. Als älteste der vier Brücken überspannt sie den Canal Grande, verbindet die Stadtteile San Marco und San Polo und markiert seit Jahrhunderten das historische Handelszentrum der Stadt. Errichtet wurde sie zwischen 1588 und 1591 aus weißem istrischem Kalkstein.
Von dort gehen wir weiter durch San Polo, das kleinste der sechs Sestieri Venedigs, zugleich aber eines der ältesten und lebendigsten Viertel der Lagunenstadt. Schließlich erreichen wir unser Ziel: das Lokal, in dem wir zu Abend essen werden.






Das Restaurant Impronta liegt im Viertel Dorsoduro, einem lebendigen und kulturell reichen Stadtteil im Süden Venedigs. Dorsoduro ist bekannt für seine Kunst, seine Universitäten und die jugendliche Atmosphäre, geprägt von Bars, Lokalen und kleinen Vintageläden. Hier befinden sich bedeutende Orte wie die Peggy Guggenheim Collection, die Galleria dell’Accademia, die eindrucksvolle Kirche Santa Maria della Salute sowie der traditionelle Gondelbau-Squero di San Trovaso. Der Campo Santa Margherita bildet das lebendige Zentrum des Viertels.
Wir haben das Lokal aufgrund der zahlreichen guten Bewertungen gewählt. Es ist recht hipp, das Personal freundlich – auch wenn wir uns kulinarisch etwas mehr erwartet hätten. Dennoch bleibt es ein netter Abend.







Der Rückweg führt uns zur Ponte dell’Accademia, einer hölzernen Fußgängerbrücke über den Canal Grande. Sie ist bekannt für ihre spektakulären Panoramablicke auf den Kanal und auf die mächtige Basilika Santa Maria della Salute. Entworfen von Eugenio Miozzi und 1933 eröffnet, verbindet sie die Stadtteile San Marco und Dorsoduro und bietet zugleich einen direkten Zugang zur Galleria dell’Accademia.
Wieder auf der Seite von San Marco schlagen wir uns entlang der klassischen Touristenroute bis zur Piazza San Marco durch. Kurz zuvor machen wir noch einen Abstecher zur Harry’s Bar. Doch sie ist vollständig leer, und damit fehlt jener Zauber, den das Lokal sonst verströmt. Wir verzichten auf den legendären Bellini – jenen erfrischenden Cocktail aus Prosecco und Pfirsichpüree, den Giuseppe Cipriani in den 1940er-Jahren hier erfand.
Auch der große Platz vor dem Dogenpalast wirkt seltsam verlassen. Eine einzelne, für den Karneval so typische Maskengestalt wandelt über den Platz. Fast unwirklich.
Wie immer beschließen wir den Abend mit einem Glas Prosecco in der Bar Americano.













Samstag, 19. Februar 2022: Zum Frühstück holen wir uns nur schnell ein paar Croissants, dann machen wir uns bereits auf den Weg. Einmal quer durch die Stadt – nicht immer entlang der bekannten Touristenrouten, oft ein wenig abseits, um Neues zu entdecken, aber natürlich auch, um jene Orte aufzusuchen, die uns besonders ans Herz gewachsen sind. Heute ist einer jener Nebeltage der für eine Stimmung sorgt, die diese Stadt so besonders macht.
Erster Anlaufpunkt ist die Scuola Dalmata dei Santi Giorgio e Trifone, eines der kunsthistorisch bedeutendsten Gebäude Venedigs. Sie liegt im Stadtteil Castello und diente ursprünglich als Bruderschaftshaus der dalmatinischen Gemeinde. Von dort geht es weiter zur Fondamenta Nove und zur Basilica dei Santi Giovanni e Paolo, der größten gotischen Kirche der Stadt. Mit ihren beeindruckenden Ausmaßen – 101 Meter lang und 35 Meter hoch – gilt sie als das „Pantheon“ Venedigs. In ihrem Inneren befinden sich die monumentalen Grabmäler von 25 Dogen sowie zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten der Republik.
Anschließend wechseln wir nach Cannaregio zur Kirche Santa Maria dei Miracoli, oft als „Marmorkirche“ oder „Juwelenkästchen“ bezeichnet. Sie gilt als eines der vollkommensten Beispiele der venezianischen Frührenaissance und besticht durch ihre vollständig mit mehrfarbigem Marmor verkleidete Fassade.
Weiter führt uns der Weg bis zum Bahnhof und über die Scalzi-Brücke zur Chiesa di San Simeon Piccolo. Mit ihrer massiven, grün schimmernden Kupferkuppel zählt sie zu den markantesten Bauwerken Venedigs. Die zwischen 1718 und 1738 von Giovanni Antonio Scalfarotto im neoklassizistischen Stil errichtete Kirche ist deutlich vom römischen Pantheon inspiriert.
Hier beenden wir unsere heutige Kirchentour und gehen durch den Stadtteil Santa Croce zu einem Wahrzeichen, das wir bei jeder Venedig-Reise besuchen: das Squero di San Trovaso im Stadtteil Dorsoduro. Die älteste und bekannteste noch aktive Gondelwerft der Stadt stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht sinnbildlich für das traditionelle Handwerk der Lagunenstadt. Die Werft selbst ist für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich – den besten Blick auf die Handwerker bei der Arbeit hat man vom gegenüberliegenden Ufer des Rio di San Trovaso.









Inzwischen sind die Füße müde, es ist Zeit für eine Pause. Wir gehen zu den Fondamenta delle Zattere, einer etwa 1,7 Kilometer langen, sonnigen Uferpromenade im Sestiere Dorsoduro. Sie zieht sich entlang des Giudecca-Kanals und bietet einen weiten Blick auf die gegenüberliegende Insel Giudecca mit den Kirchen Il Redentore und Le Zitelle. Normalerweise sitzen wir hier gern in der Sonne – doch heute zeigt sie sich nicht, und ein unangenehmer Wind macht das Verweilen im Freien unmöglich.
Also ziehen wir wieder stadteinwärts, dorthin, wo es windgeschützter ist. Über die Accademia-Brücke gelangen wir zum Campo Santo Stefano, einem der größten, sonnigsten und lebhaftesten Plätze Venedigs. Oft wird er als „Salon unter freiem Himmel“ bezeichnet – nobel, aber entspannt, und weit entfernt vom Trubel der Piazza San Marco.
In der Terrazza Aperol lassen wir uns für ein Glas Wein nieder und beobachten das Geschehen auf dem Platz. Und wieder stellen wir fest, wie leer die Stadt im Vergleich zu früheren Besuchen ist. Fast ausschließlich Touristen aus dem eigenen Land sind unterwegs; internationale Gäste scheinen die Unberechenbarkeiten der Corona-Zeiten noch immer abzuschrecken.



Der Aperitif hat den Hunger wieder in den Vordergrund gerückt, und ein Blick auf die Uhr macht klar: Es ist höchste Zeit für ein Mittagessen. Wir gehen zum Campo Santa Maria Formosa, direkt bei unserem Apartment. Er zählt zu den größten und zugleich geschichtsträchtigsten Plätzen Venedigs und besticht durch seine lebendige, authentische Atmosphäre. Auffallend ist seine sternförmige Anlage, von der neun Straßen und elf Brücken abzweigen.
Im gleichnamigen Ristorante Santa Maria Formosa gönnen wir uns einen kleinen Imbiss.








Nachmittags machen wir eine ausgedehnte Ruhephase auf der Dachterrasse.





Und am Abend zieht es uns wieder hinaus. Erster Halt ist die Rialtobrücke. Wir bleiben einen Moment stehen und saugen die Atmosphäre des nächtlichen Venedigs in uns auf. Nur wenige Schritte weiter liegt der Campo San Giacomo di Rialto – der älteste Platz der Stadt, über Jahrhunderte hinweg das pulsierende Herz des venezianischen Welthandels und Bankwesens. Heute ist er gesäumt von Cafés und Weinbars.
Die Bancogiro zählt zu den bekanntesten Adressen für Cicchetti und Wein, mit direktem Blick auf den Canal Grande. Zeit für einen kleinen Aperitif, bevor uns das Abendessen im Ristorante San Silvestro erwartet. Da wir vom Mittagessen eigentlich noch satt sind, bleiben wir bei einigen kleinen Gerichten.
Danach folgt ein ausgedehnter Verdauungsspaziergang. Über Umwege kehren wir noch einmal zum Markusplatz zurück. Ein letztes Glas Prosecco in der Bar Americano, ein letzter Blick auf die Seufzerbrücke – dann ist es Zeit, nach Hause zu gehen. Der Tag war lang, und die vielen Stufen machen sich nun deutlich in den Beinen bemerkbar.

























Sonntag, 20. Februar 2022. Nur ein schneller Kaffee am Morgen, dann sind wir bereits unterwegs. Der Sonntagvormittag ist die beste Zeit für einen stillen Spaziergang durch die Stadt.
Unser erster Anlaufpunkt ist der Palazzo Contarini del Bovolo. Berühmt ist das Gebäude für die Scala Contarini del Bovolo, eine elegante, spiralförmige Außentreppe – auf Venezianisch „Bovolo“, das Schneckenhaus –, die im späten 15. Jahrhundert an den spätgotischen Palast angebaut wurde.
Danach geht es weiter zum Markusplatz. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und verwöhnt uns mit Sonnenschein. Über die Accademia-Brücke gelangen wir zur Scuola Grande di San Rocco und zur Frari-Kirche. Im Caffè dei Frari gönnen wir uns schließlich ein kleines Frühstück.

















Langsam wird es Zeit, an die Abreise zu denken. Wir schlendern noch einmal gemütlich durch San Polo, überqueren ein letztes Mal die Rialtobrücke und kehren zu unserer Unterkunft zurück, um das Gepäck zu holen und ein Wassertaxi zu bestellen.
Doch das funktioniert nicht wie erhofft: Ohne vorherige Reservierung müssten wir über eine Stunde warten, bis wir abgeholt werden. Das ist uns zu lange. Da wir ohnehin nur leichtes Gepäck haben, beschließen wir, zu Fuß zu gehen – drei Kilometer, das sollte machbar sein.
Unterwegs bereuen wir diese Entscheidung. Nicht das Tragen der kleinen Koffer über die vielen Stufen wird zum Problem, sondern die schiere Masse an Menschen, die nun vom Bahnhof aus in die Stadt strömen. Am Nachmittag findet ein großer Karnevalsumzug statt, den offenbar ganz Italien sehen will.
Umso froher sind wir, die Stadt noch vor dem großen Ansturm zu verlassen – und sie so entspannt erlebt zu haben wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Fast bin ich geneigt zu sagen: Dank Corona.









....und man kann nicht sagen dass wir in den drei Tagen wenig gegangen wären..... inkl von Millionen Stufen......

