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Südafrika 2009

Vom 22. März bis 03. April

durch den Osten Südafrikas

Nach einem 10stündigen Flug landen wir am Vormittag auf dem O.R. Tambo Flughafen in Johannesburg. Die Einreise-Formalitäten und vor allem die Übernahme des Mietwagens gestalten sich etwas mühsam. Anscheinend ist unsere Reservierung verloren gegangen, obwohl ich alle Unterlagen dabei habe dauert es seine Zeit und einige Diskussionen bis wir einen etwas älteren Nissan Double Cab 4x4 erhalten.

Es ist bereits Mittag als wir endlich den Flughafen verlassen. Nun gilt es Kilometer fressen, entgegen unseren Erwartungen entpuppt sich die südwärts verlaufende N3 als landschaftlich schöne Strecke, das macht die Fahrerei um einiges angenehmer. Trotzdem ist bei mir nach 100 Kilometer Schluss, ich habe die ganze Nacht während des Fluges keine Auge zugetan, bin todmüde und nicht mehr fähig zu fahren, für die restlichen 350 Kilometer muss Christine ans Steuer.

Nach über 4 Stunden Fahrzeit ist das Ziel erreicht, Fordoun Hotel und Spa in den Midlands in unmittelbarer Nähe der Drakensberge. Eine alte Farm aus den 1850er Jahren wurde zu einem netten Hotel umgebaut. Wir beziehen eine der "Luxury" Suiten in einem der original erhaltenen Nebengebäuden. Erschöpft genießen wir die herrliche Landschaft, den Sonnenschein und die angenehmen Temperaturen.

Abendessen im Farmhaus mit Kudu-Steak, dazu eine Flasche Cabernet Sauvignon von Thelema. Anschließend noch Gin Tonic und eine kleine Zigarre auf unserer Terrasse mit Blick in einen unglaublichen Sternenhimmel.

Erschöpft und total übermüdet fallen wir um 09:00 abends bereits ins Bett.

 

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© Google Maps

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Ein früher Start in den Tag und das mit perfektem Wetter. Ein schnelles Frühstück bei Sonnenschein auf der Hotelterrasse und dann geht es auch schon los. Vorerst geht es nach Westen Richtung Drakensberge, teilweise sind die Schotterpisten in erbärmlichem Zustand, Schlaglöcher, ausgewaschene Spurrinnen, nicht einfach zu fahren. Wundervolle Landschaft, extrem grün und wir sehen auch schon die ersten Wildtiere. Nach dem uMkhomazi Nature Reserve biegen wir ab und verlassen langsam die traumhafte Kulisse der Bergwelt.

bei Howick Falls ist der nächste Halt, hier waschen die Frauen ihre Wäsche am Wasserfall und zum Trocknen legen sie sie gleich auf die von der Sonne aufgeheizten Steine der Staumauer.

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Weiter Richtung Norden, auf der R103 bis zur R622, bei Greytown wechseln wir auf die R33, durch Tugela Ferry, hier findet gerade der Markttag statt, ein riesen Spektakel, gar nicht so einfach da unfallfrei durchzukommen. in der Nähe von Elandskraal liegt unser Quartier für heute, Isibindi Eco Lodge, ein kleines Game Reserve in malerischer Kulisse und wundervollen Ausblicken über das Tal des Isibindi Flusses.  Die Unterkünfte sind den klassischen Rundhütten der Zulus nachempfunden, liegen auf der Kuppe eines Hügels und bieten ein wundervolles Panorama. 

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Noch eine kleine Pause und ein gutes Glas Wein bevor wir zum Nachmittagsdrive aufbrechen. Unser Guide stellt sich auf ungewöhnliche Weise vor, er erscheint plötzlich am Abhang unter unserer Hütte, etwas verwirrt als hätte er sich verlaufen. Na hoffentlich findet er den Weg mit dem Auto besser. Wir sind die einzigen Gäste und kommen so in den Genuss einer quasi privaten Tour. Die erste Bekanntschaft mit der Tierwelt ist George, der Elefantenbulle, es gibt sogar die Möglichkeit zu Fuß etwas näher an das Tier heranzukommen. Impalas und Blue Wildebeest kreuzen unseren Weg und ganz weit entfernt grast ein einsames Zebra. Nach dem Sundowner am Fluss geht es zurück zur Lodge. Abendessen, mit einer sehr guten Lammstelze und einer noch besseren Flasche Meerlust Rubicon beenden wir den Tag 

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Nach einem ausgiebigen Frühstück, erkundigen wir uns sicherheitshalber nach dem kürzesten Weg zum nächsten Ziel. Mit dem Ergebnis dass wir uns verirren und über 100 Kilometer unnötig im Kreis fahren, wenigstens ist die Landschaft schön. Da wir den richtigen (kürzeren) Weg nicht finden zurück zum ursprünglichen Plan, auf der R33 bis Dundee, danach die R68 durch stark zersiedeltes Land mit unzähligen Kühen auf der Straße nach Melmoth. Riesige Schlaglöcher zwingen uns immer wieder die Geschwindigkeit zu reduzieren, herausfordernd hier zu fahren. Monokulturen soweit das Auge sieht, Eukalyptus- und Kieferplantagen für die Holzgewinnung und Zuckerrohranbau säumen die Straßen und umliegenden Hügel, irgendwie ein beängstigendes Bild in Bezug auf das Ökosystem. Nun die R34 bis kurz vor Empangeni, hier wechseln wir für die letzten 20 Kilometer auf eine Nebenstraße und das ist die bisher schlechteste Piste, aber auch das geht vorbei. Gegen 14:00 erreichen wir den Eingang zum Thula Thula Reserve, wir parken den Wagen und werden mit dem Gepäck zum Tendend Camp gebracht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es auch schon zum "Game Drive". Wir sind alleine im Auto, unsere Führer, zwei Zulu Ranger, sind schon etwas Besonderes, sie erhalten von uns die Spitznamen Dick & Doof. Es geht Hügel rauf und runter, rechts rum, links rum, quer durch das ganze Game Reserve, keine Tiere zu sehen. Größtes Spektakel ist ein Reifenplatzer, für die beiden nichts Besonderes, innerhalb von 5 Minuten ist der Reifen gewechselt und es geht weiter. Als es bereits dunkel ist bekommen wir noch "Heidi", das einzige Rhino im Reserve, zu sehen, einige Wildebeest und zwei Giraffen.

Dann ist es auch schon an der Zeit fürs Abendessen im Boma. Hier lernen wir auch kurz Lawrence Anthony kennen, Tierschützer und Besitzer von Thula Thula, er hat gerade ein Buch herausgebracht "Der Elefantenflüsterer" über die Integration einer Herde Problem-Elefanten in dieses Reservat. (Erst nach meiner Rückkehr komme ich dazu das Buch zu lesen, mittlerweile eines meiner Lieblingsbücher über Südafrika)

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Der nächste Morgen beginnt mit einem1 1/2 stündigen "Morning Walk", hier konzentrieren sich die Erklärungen des Guides eher auf die kleinen Tiere und die typische Flora des Gebiets. Spektakulärste Sichtung ist eine 20 cm lange Speikobra. nach einem ausgiebigen Frühstück werden wir wieder zu unserem Auto gebracht. Zurück auf der selben schlechten Straße, auf der wir gekommen sind, bei Empangeni auf die "Autobahn" N2 Richtung Norden bis Mtubatuba, hier links ab zum Hluhluwe–Imfolozi Park. Da wir (wie immer) knapp mit der Zeit sind beschränken wir uns auf den nördlichen Teil des Parks (großer Fehler, die Gegend hat so viel zu bieten dass ein halber Tag einfach zu wenig ist, da müssen wir nochmal her). Wundervolle Landschaft, langsam und bedächtig fahren wir durch den Park. Warthogs, Impalas, Blue Wildebeest, ein Krokodil und dann wie bestellt ein White Rhino im Schlammloch. Bevor wir beim Memorial Gate den Park wieder verlassen kreuzen noch Giraffen und Zebras unseren Weg

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Nun müssen wir uns aber beeilen, haben doch etwas zu viel Zeit in dem wundervollen Park verbracht und das nächste Highlight wartet bereits. Wieder auf der N2 geht es 30 Kilometer nach Hluhluwe in das Private "Zulu Rhino Reserve" (heute Manyoni), auf 23 000 Hektar haben sich 17 Eigentümer zu einem großen Reserve zusammengeschlossen. Vom Eingang bis zur Leopard Mountain Lodge sind es 14 Kilometer, auf denen wir bereits einiges von der Tierwelt hier im Reservat sehen können. Die Lodge selbst und die Unterkünfte sind malerisch am Rücken eines Hügels gelegen und bieten einen Weitblick über das Land und in ein ausgetrocknetes Flussbett. Wir können uns nur kurz erfrischen, dann geht es bereits zum nachmittäglichen Game Drive. Die großen Tiere bleiben uns verwehrt, dafür gibt es eine Menge Nyalas, Impalas, Wildebeest und eine unglaubliche Vielfalt an Vögel. Nach dem Sundowner geht es wieder zurück. Ein Abendessen im Boma beschließt diesen phantastischen Tag.

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Zweiter Tag in der Lodge, frühmorgens raus zum "Morning Drive", vorerst nur die üblichen Verdächtigen, die auch bereits gestern posiert haben. Dann ein erstes Highlight, die Querung eines Flussbettes mit tropischer Vegetation, hier flattern tausende Schmetterlinge herum, das zaubert einem sofort ein Lächeln auf das Gesicht. Kurz darauf treffen wir bei einem Wasserloch auf eine Gruppe Hippos, mindestens 10 Tiere, sie sind schwer zu zählen da sie immer wieder untertauchen. Wir sind fasziniert und sehen den Tieren sehr lange beim Nichtstun zu. 

Zurück im Camp ein ausgiebiges Frühstück und dann auf die Terrasse zum faulenzen, ganz weit in der Ferne beobachten wir eine Gruppe Giraffen beim Vorbeiziehen. Herrlich so ein ruhiger Nachmittag, ein kurzes Schläfchen und eine Flasche Wein vertreiben uns die Zeit bis zum Night Drive. Der verläuft eher unspektakulär. Ein spätes Abendessen und ab ins Bett. 

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Noch einmal zum "Morning Drive", aber die großen Tiere und Katzen bleiben auch heute verborgen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Thonga Beach, es sind zwar nur 170 Kilometer, aber es wird dann doch über 4 Stunden brauchen bis wir ankommen.

Zuerst nach Hluhluwe, nun auf der R22 weiter, unter anderem auch durch den iSmangaliso Wetland Park, der steht auch noch auf unserer ToDo Liste.

Nach dem Lake Sibaya geht es rechts ab auf eine grottenschlechte Piste Richtung Ozean. Bereits nach wenigen Kilometern wird die Strecke so schlecht dass wir zum ersten Mal den Allrad-Antrieb zuschalten müssen, noch dazu fährt ein LKW vor uns, der viel Staub aufwirbelt, da beträgt die Sicht keine 10 Meter. Kurz bevor wir ankommen muss auch noch die Untersetzung her damit wir über die Dünen kommen.

Die Thonga Beach Lodge liegt wundervoll, eingebettet in einen bewaldeten Hang sind die Bungalows kaum zu sehen.

Am menschenleeren, kilometerlangen Strand ladet eine große Sonnenterrasse zum Faulenzen ein. Nach dem Lunch nutzen wir diese Möglichkeit auch weidlich aus, außer uns ist niemand da, traumhaft.

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Zum Sundowner werden wir dann an den Lake Sibaya gebracht, in diesem Süßwassersee tummeln sich Hippos und Krokodile, auch eine große Vielfalt an Wasservögel ist zu beobachten. Der Tag verabschiedet sich mit einem spektakulären Sonnenuntergang.

Anschließend noch ein Abendessen auf der großen Terrasse der Lodge, geschützt durch die Bäume ist es fast windstill und hat noch immer 25°.

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Ruhetag, doch bereits am frühen Morgen treiben die Velvet Monkeys ihr Unwesen auf den Dächern der Bungalows. Auf zu den Strandliegen und einfach nichts tun, lesen, Reisetagebuch ergänzen, kleiner Strandspaziergang, Lunch, schlafen. Zwischendurch versuchen wir noch im warmen Wasser des Indischen Ozeans zu schwimmen, aufgrund des starken Wellengangs gar nicht so einfach. Bei Ebbe suchen wir in den kleinen Rockpools nach exotischen Fischen. Sonst passiert den Tag lang nichts, Abendessen und bald ins Bett, morgen ist ein langer Tag.

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Es steht ein herrlicher Tag bevor, bereits am frühen Morgen hat es fast 30°. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es los, zurück auf der schlechten sandigen Piste bis zur R22, ab hier haben wir wieder Asphalt unter den Reifen. Kurz vor der Grenze zu Mosambik geht es links ab und nach kurzer Fahrt erreichen wir den Tembe Elefant Park, ein 300 Quadratkilometer großes Wildreservat. Das Schutzgebiet wurde 1983 vom König der Tembe, Chief Msimba Tembe, gegründet, weshalb hier lebende Elefanten auch als „Königselefanten“ bezeichnet werden. Für den Park ist ein 4x4-Antrieb Voraussetzung, es gibt keine befestigten Wege, manche Sandpisten sind so tief, dass auch noch die Untersetzung helfen muss. Aber die Anstrengungen zahlen sich aus, wundervolle Landschaft und jede Menge Elefanten, etliche einzelne Tiere, aber auch größere Gruppen, fast hinter jeder Biegung gibt es Neues zu entdecken. Zusätzlich Nyalas und Impalas in großer Zahl. Wir sind wie immer unter Zeitdruck und so bin ich vielleicht etwas zu schnell unterwegs oder auch zu unaufmerksam, auf jeden Fall erschrecken wir hinter einer unübersichtlichen Kurve einen riesigen Elefantenbullen. Der ist nicht sehr erfreut und beginnt uns zu verfolgen, er ist verdammt schnell, da steigt der Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen, es dauert auch einige Zeit bis wir ihn abschütteln können. Mit zittrigen Händen fahren wir weiter, bedeutend langsamer. Viel zu schnell endet unsere Rundfahrt, wir haben max. 10%  des Parks gesehen, hier müssen wir auf jeden Fall nochmals her.

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Der Rest unserer Tour hat es jetzt schwer den Park zu toppen, wir unterhalten uns fast auf der gesamten Fahrt über das Erlebte, das Adrenalin ebbt nur langsam ab, extrem viele Eindrücke in kurzer Zeit.  Bald beginnt auch eine Strecke  mit stark zersiedeltem Land und leider liegt auch jede Menge Müll links und rechts der Straße. Ab Jozini ist dann wieder volle Konzentration gefragt, hier spielt sich alles auf der Straße ab, Frauen handeln ihre Waren direkt am Weg, Hunde, Katzen, Kühe, Esel, alles ist hier unterwegs. Beim Pongola Damm treffen wir auf die Autobahn N2, wobei sie in dem Abschnitt die Bezeichnung nicht wirklich verdient, jede Menge Baustellen lassen den Weg noch länger erscheinen. Kurz vor Piet Retief geht es links ins Farmland zur Dusk to Down Farm, wunder-schöne Gegend, viel Viehwirtschaft. Unser Zimmer ist riesig und liegt im Obergeschoss eines Nebengebäudes. Um etwas runterzukommen nehmen wir uns eine Flasche Wein, setzten uns auf die Terrasse und sehen der Sonne beim Sinken zu. Nach dem Abendessen geht es bald ins Bett. Morgen ist wieder ein langer Tag.

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Ein langer Tag im Auto, es sind zwar nur etwas über 400 Kilometer, aber aufgrund vieler Baustellen , langsam fahrender LKWs, die man nicht überholen kann, und schlechten Straßen sind es am Ende fast 7 Stunden bis wir an unserem Ziel Lion Sands im Sabi Sand Game Reserve eintreffen. 

Das Sabi Sand Game Reserve grenzt an den Krüger Nationalpark. Wir kommen über das Shaws Gate im Süden in das 620 km² große private Wildreservat. Der Name des Parks stammt vom Sabie River, an südlichen Grenze und dem Sand River, der durch den Park fließt. Eine Anzahl von Topunterkünften liegt in diesem Gebiet, das sich eine nicht eingezäunte Grenze von 50 km mit dem Krüger-Nationalpark im Osten teilt. Die Einfahrt am Gate ist vielleicht etwas zu kitschig, ein über-motivierter "Zulu Krieger" begrüßt uns mit viel Tamtam und beschreibt uns den Weg. Es sind ca. 10 Kilometer bis zur Lodge, Zebras, Impalas, Gnus und ein Elefant sind die ersten Sichtungen bevor wir in der Ivory Lodge mit frischen Handtüchern und gekühlten Drinks willkommen geheißen werden.

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Wir werden zu unserem "Zimmer" gebracht, natürlich haben wir aufgrund des Preises und der Informationen, die wir haben, schon etwas Besonderes erwartet, aber das ist dann doch eine andere Nummer. Mit Terrasse hat der Bungalow knapp 200 m² Fläche, aufgeteilt auf zwei Bereiche, ein großer Wohnteil mit Kamin und verschiedenen Sitzgelegenheiten, auf der andere Seite der Schlafbereich, großes Bett, enormes Bad mit zusätzlicher Außendusche. Vorne Terrasse mit Sitz und Liegemöbel, ein kleiner Pool, mit Ausblick auf das Flussbett des Sabie River. Wir sind absolut überwältigt und froh hier drei Nächte zu verbringen. Als Erstes ein kleiner Lunch und eine Flasche Chardonnay bevor es zum Nachmittagsdrive geht.

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Die nächsten 3 Tage haben ein gleiches Programm:

05:30 Weckruf und Morgenkaffee

06:00 Pirschfahrt bis ca. 09:30 inkl. Kaffeepause

10:00 Frühstück bzw. Brunch

11:00 Faulenzen am Pool usw.

15:00 Tea-time

16:00 Pirschfahrt bis ca. 19:30 inkl. Sundowner

20:00 Abendessen

22:00 Absacker auf der Terrasse inkl. Stargazing

 

Hier jeden Ablauf der 6 Pirschfahrten bzw. ca. 22 Stunden im Busch zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, deshalb nur einige Anekdoten und eine Auswahl der 1578 Fotos, die wir in der Zeit gemacht haben. 

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Eine Besonderheit waren sicher die Sichtungen der Löwen, fast auf jeder der Fahrten sind wir auf eine Gruppe gestoßen, da die Tiere sehr territorial sind, waren es wohl immer dieselben, nur in verschiedenen Zusammensetzungen.

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Zur Lodge gehört auch ein Baumhaus, ca. 10 Kilometer entfernt.

War während unseres Aufenthalts leider schon ausgebucht. Aber wir durften ein Pärchen dort absetzen und das Teil besichtigen. 

Super, Schlafen unter freien Himmel, nur mit den Geräuschen der Natur. Das muss schon etwas Besonderes sein.

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Bekannt ist das Gebiet auch für seine hohe Dichte an Leoparden, diesbezüglich hatten wir allerdings weniger Glück. Nur ein einziges Mal konnten wir ein paar Blicke auf ein männliches Exemplar erhaschen, erst spät am Abend nach einer langen Suche hatten wir für ca. 30 Sekunden das Vergnügen, dann war er auch schon wieder in der Nacht verschwunden.

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Ach ja und da war dann noch diese eine Aktion auf der Morgenpirsch, kam über Funk von einem der anderen Teams die Info, sie hätten ein Rudel Wildhunde mit über 20 Tieren gefunden, eine extrem seltene Sichtung. Also gibt unser Fahrer Gas und fährt als wäre der Teufel hinter im her, wir müssen uns fest anhalten um nicht abgeworfen zu werden, bei einer Bodenmulde verlieren wir fast das Pärchen, das hinter uns sitzt, als wir nach 20 Minuten halsbrecherischer Fahrt ankommen ist dort nichts.... Nur das andere Auto dessen Guide sich fast totlacht.... liegt wohl am Datum 1. April......

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....und dann ist es auch schon wieder vorbei. Die Tage sind viel zu schnell vergangen, unglaubliche Erlebnisse. Ja, es kostet verdammt viel Geld, aber das ist es auch Wert. Da die Fahrer hier, anders wie im Kruger Park, die Wege verlassen können und querfeldein näher an die Wildtiere herankommen oder sie auf ihrem Weg begleiten, ergeben sich einzigartige Momente. Das werden wir sicher noch einmal wiederholen. Vielleicht haben wir dann auch mit den Leoparden mehr Glück oder sehen sogar einen Geparden.......

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Auf zur letzten Etappe der Reise, wir haben noch 2 Tage im Kruger Park. Da es keine direkte öffentliche Verbindung von Sabie Sands in den Park gibt, verlassen wir das Reserve auf dem selben Weg, den wir gekommen sind. Beim Paul Kruger Gate erledigen wir die Formalitäten, bezahlen den Eintritt und los geht es. Es sind zwar nur mehr knapp 90 Kilometer bis zu unserem Ziel, der Hoyo Hoyo Lodge, aber es dauert doch seine Zeit. Die maximale Geschwindigkeit im Kruger Park sind 50 km/h auf Teerstraßen und 40 km/h auf Schotterstraßen, doch auch die sind kaum zu erreichen. Es gibt viel zu viel zu sehen immer wieder halten wir an und bestaunen die Tierwelt. 

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Die letzten 5 Kilometer sind auf einer gesperrten Straße, hier machen wir eine unglaubliche Entdeckung, Löwen haben eine Giraffe keine 10 Meter neben der Straße gerissen und sind gerade beim Fressen, dem Geruch zufolge dürfte es schon das dritte oder vierte Mittagessen sein. Außer uns ist niemand hier, wir bleiben ca. 2 Stunden bei dem Spektakel.

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Als wir dann in Hoyo Hoyo ankommen, ist es bereits späterer Nachmittag. Nach dem Luxus der letzten Tage kommt uns das hier recht einfach vor, ist aber schon aufgrund der Lage top. Die Lodge ist eine Hommage an den afrikanischen Baustil, von den traditionellen Rondavel-Zimmern bis hin zu den bunten Designerstoffen und Erdtönen strahlt es Wärme aus. Wir haben nur wenig Zeit, dann geht es mit einem Ranger schon wieder hinaus zur Nachmittagspirsch. Wir sind alleine im Auto, fast wie eine Privatführung und bekommen eine Menge zu sehen.

Nach dem obligatorischen Sundowner im Busch geht es zurück. Jetzt noch Abendessen, dann fallen wir todmüde ins Bett.

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Unser letzter voller Tag im Kruger, den nutzen wir so richtig aus. Frühmorgens geht es mit dem Ranger auf Pirsch. Nach dem Frühstück fahren wir dann mit dem eigenen Auto wieder hinaus, dort wo gestern die Löwen Ihr Festmahl abhielten ist es sehr ruhig, nur ein paar Geier sitzen in den Bäumen ringsum. Wir fahren alle möglichen Wege ab und werden auch nicht enttäuscht. Viele verschiedene Tierarten, jede Menge Vögel sind zu beobachten. Nur Gepard und Leopard sind nicht zu entdecken. Auch ein Abstecher zum südlichsten Baobab steht auf dem Programm, ein wirklich enormer Baum. Erst kurz vor der Nachmittags-Pirschfahrt sind wir wieder in der Lodge. Nochmal raus, um in der Abenddämmerung vielleicht doch noch Katzen zu finden, doch dieser Wunsch bleibt uns verwehrt, macht nichts, der Tag war voll gelungen.

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Abreisetag, der Flug geht erst am Abend, aber es sind über 500 Kilometer Strecke und dafür werden wir mindestens sieben Stunden benötigen. Deshalb verzichten wir auf den "Morning Drive" und nach den Frühstück geht es schon los, wir wollen die 100 Kilometer im Park auch noch genießen. Nach 4 Kilometern ist auch wieder etwas los, bei dem Löwen-Kill sind keine Löwen mehr, sondern Geier und das in unglaublicher Menge, wir schätzen so ca. 100 Vögel. Nur auf dem Kadaver hängen gut 30 Tiere und versuchen ihren Anteil vom Mahl zu bekommen. Wir stellen den Motor ab und betrachten das Spektakel, es herrscht ein stetiges Kommen und Gehen. Alle Arten von Geiern, die es hier gibt, sind vertreten: Ohrengeier, Weißrückengeier, Kappengeier, Kapgeier und Marabus. Nach einer Stunde brechen wir leider ab sonst wird es mit der Zeit knapp.

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Nach soviel Action wird die lange Fahrt zum Flughafen kurzweilig, stundenlang unterhalten wir uns noch über das Erlebte. Noch knapp 100 Kilometer im Park, hier sehen wir noch Gnus, Zebras, Impalas, Paviane bevor es beim Paul Kruger Gate raus geht. Nach Hazyview geht es auf der R40 noch durch wunderschönes Bergland. Bei Mbombela schließlich auf die Autobahn N4, jetzt sind es noch 300 Kilometer bis ans Ziel. Wir treffen pünktlich ein, Leihwagen retour, Einchecken und schon geht's mit der Lufthansa auf einen ruhigen Nachtflug nach Frankfurt.

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Fazit zum Osten von Südafrika....

Kurz und gut, wir kommen wieder......        cm

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