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Gourmet-Mahlzeit

Baskenland 2012

22. Juli 2012, Hochzeitsreise. Andere Paare fliegen nach Mauritius, auf die Seychellen, die Malediven oder in die Karibik. Wir nicht. Wir machen etwas anderes: ein paar Tage Essen. Aber nicht irgendwo, sondern in San Sebastián im Baskenland, an der Grenze zu Frankreich.

Warum? Weil es hier die höchste Dichte an Sterneköchen in ganz Europa gibt. Davon wollen wir uns selbst überzeugen! Außerdem ist die Landschaft in dieser Region und in den angrenzenden Pyrenäen einfach atemberaubend.

Eine knappe Woche verbringen wir hier und werden unglaubliche kulinarische Erfahrungen machen. Viel Spaß beim Lesen – doch Vorsicht: Ich glaube, man nimmt schon beim Betrachten der Bilder ein paar Kilo zu!

22. Juli 2012, 03:00 Uhr morgens. Wir sind komplett gerädert. Am Freitag hatten wir unsere Hochzeit in der Wachau, im Prandtauerhof, mit einer Feier bis in die frühen Morgenstunden. Nach nur drei Stunden Schlaf ging es schnell nach Hause, um Vorbereitungen für den Cocktail-Empfang am Nachmittag für die Nachbarschaft zu treffen. Eigentlich bis 18:00 Uhr geplant, ging der Empfang jedoch bis nach Mitternacht.

Wir hatten weder gepackt noch irgendetwas für unsere Reise vorbereitet. Der Versuch, ein Taxi zum Flughafen zu organisieren, scheiterte – und so mussten wir, stark übermüdet, selbst fahren. Den dreistündigen Flug nach Bilbao verschliefen wir dann fast komplett.

Bei der Mietwagenfirma wollte man uns gegen Aufpreis ein besseres Auto anbieten. Doch als ich beiläufig erwähnte, dass wir auf Hochzeitsreise sind, beschloss die freundliche Dame, uns ohne zusätzliche Kosten ein Mercedes Cabrio zu überlassen. Das nenne ich Kundenservice!

Schon etwas wacher im Kopf meisterten wir die rund 100 Kilometer bis zum Hotel Usategieta, etwas außerhalb von San Sebastián, problemlos.

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Hotel Usategieta

Das Hotel, etwa 20 Minuten vom Zentrum von San Sebastián entfernt, gehört zur 4-Sterne-Kategorie und besticht durch seine herrliche Lage, den tollen Ausblick und die gemütlichen Zimmer. Eigentlich wollten wir den Rest des Tages verschlafen, doch weil es hier so schön ist, entschieden wir uns zunächst für ein Mittagessen im hoteleigenen Restaurant. Dazu gönnten wir uns eine feine Flasche Wein. Erst danach legten wir uns für ein kurzes Mittagsschläfchen hin.

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Am späten Nachmittag sind wir wieder topfit und bereit, San Sebastián zu erkunden – auch bekannt als Donostia. Die malerische Stadt an der Biskaya gilt als eine der kulinarischen Hauptstädte Europas. Sie ist berühmt für ihre erstklassigen Strände, beeindruckende Architektur, lebendige Kultur und vor allem für ihre außergewöhnliche Gastronomie.

Unser erster Stopp ist La Concha, einer der bekanntesten Stadtstrände Europas. Die halbmondförmige Bucht beeindruckt mit feinem Sand und kristallklarem, türkisfarbenem Wasser. Wir genießen einen entspannten Spaziergang entlang der Strandpromenade und lassen den Charme der Stadt auf uns wirken.

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La Concha

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Nun geht es in die Parte Vieja (Altstadt), mit ihren unzähligen Pintxos-Bars – das erste Highlight unserer kulinarischen Reise. Pintxos, die baskische Version von Tapas, gibt es hier in unzähligen Variationen. Viele Lokale servieren kreative und köstliche Spezialitäten wie zum Beispiel:

  • Gilda: Klassiker mit grünen Oliven, eingelegten Peperoni und  Sardelle.

  • Tortilla de Patatas: Stücke der spanischen Tortilla auf Brot.

  • Jamón Ibérico: Hochwertiger spanischer Schinken.

  • Pulpo a la Gallega: Oktopus-Stücke mit Paprikapulver, Salz und Olivenöl.

  • Gambas al Ajillo: Garnelen in Knoblauchöl.

  • Boquerones: Frische, eingelegte Sardellen mit Olivenöl und Knoblauch.

  • Chistorra: Kleine, gegrillte Paprikawürste.

  • Albóndigas: Kleine Fleischbällchen in Tomatensauce.

  • Txaka: Eine Mischung aus Krabbenimitat, Mayonnaise und Gemüse.

  • Pimientos de Padrón: Gegrillte kleine Paprikaschoten 

  • Champiñones al Ajillo: Champignons in Knoblauchöl.

  • Queso de Cabra con Mermelada: Ziegenkäse mit Feigenmarmelade.

  • Bacalao Ahumado: Geräucherter Kabeljau mit Aioli und Paprika.

  • Huevos Rotos: Spiegelei oder pochiertes Ei mit Kartoffeln und Chorizo.

Wir lassen uns den ganzen Abend von einem Lokal zum nächsten treiben, bis wir schließlich erschöpft kurz nach Mitternacht aufgeben. Genau zu dieser Zeit beginnt hier jedoch erst die Party: Der Hauptplatz in der Altstadt ist brechend voll, die Stimmung ausgelassen – hier "steppt der Bär"!

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Bar Baztan, hier hat es uns besonders gut gefallen.

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​23. Juli 2012
Heute geht es in die Pyrenäen: Zunächst folgen wir der baskischen Küste und fahren durch die grüne Landschaft, bevor wir die französische Grenze überqueren. In Espelette legen wir einen ersten Halt ein. Dieses charmante Dorf ist bekannt für seine roten Piments (Paprikaschoten), die an den Fassaden der Häuser zum Trocknen aufgehängt werden. Wir spazieren durch die engen Gassen und bewundern die traditionelle baskische Architektur.

Anschließend erreichen wir Saint-Jean-Pied-de-Port, ein ebenso reizvolles französisches Dorf am Fuß der Pyrenäen, das als Ausgangspunkt des Jakobswegs (Camino Francés) berühmt ist. Hier schlendern wir durch die befestigte Altstadt, passieren das Stadttor (Porte Saint-Jacques, UNESCO-Weltkulturerbe) und genießen den Blick auf die umliegenden Berge.

Weiter geht es auf der D933, bis wir schließlich die Grenze nach Spanien überqueren. Die Landschaft ist geprägt von malerischen Bergen, kurvigen Straßen und kleinen Dörfern. Auf der Passhöhe von Roncesvalles, einem geschichtsträchtigen Ort, an dem die berühmte Schlacht von Roncesvalles stattfand, besuchen wir das Kloster.

Wir setzen unsere Fahrt auf der N-135 fort, die durch bewaldete Täler und eine hügelige Landschaft führt, und erreichen Pamplona. Hier spazieren wir entlang der Stierlaufstrecke (Encierro) des berühmten San-Fermín-Festivals. In einer Bar gönnen wir uns einen kleinen Snack: feinster Pata Negra und ein gutes Glas Rioja.

Für die Rückfahrt nach San Sebastián wählen wir die längere, aber landschaftlich reizvollere Route über Landstraßen, die durch baskische Dörfer wie Tolosa führen. Erst am frühen Abend kehren wir ins Hotel zurück, um uns auszuruhen und Kraft für die kommenden Tage zu tanken.

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24. Juli 2012:
Nach einem langen Schlaf und einem kleinen Frühstück steht am Vormittag die baskische Küste auf dem Programm. Von San Sebastián aus folgen wir der N-634, die sich durch grüne Hügel schlängelt und herrliche Ausblicke auf das Meer bietet. Unser erster Halt ist Zarautz, bekannt für seinen langen Sandstrand – ein beliebter Ort für Strandliebhaber. Hier spazieren wir entlang der Promenade, die von Restaurants und Cafés gesäumt ist.

Nur fünf Kilometer weiter liegt Getaria, ein charmantes Fischerdorf, das wir ebenfalls erkunden. Anschließend führt uns die Reise nach Zumaia, berühmt für seine spektakulären Flysch-Klippen – beeindruckende geologische Formationen, die über Millionen Jahre entstanden sind. Nach einer kurzen Wanderung entlang der Klippen geht es weiter ins Landesinnere nach Axpe, umgeben von grünen Wiesen, dichten Wäldern und imposanten Bergen. Hier haben wir eine Reservierung für ein Mittagessen in einem Restaurant.

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ASADOR ETXEBARRI – Platz 31 der „The World’s 50 Best Restaurants“

Der Grillmeister Bittor Arginzoniz, weltweit bekannt für seine minimalistische und innovative Herangehensweise an die baskische Küche, wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und zählt zu den besten Köchen der Welt. (Im Jahr 2025 erreichte das Restaurant bereits Platz 2 dieser Liste.) Arginzoniz, der Besitzer und Küchenchef, ist das Herz und die Seele des Restaurants, das sich in einem charmanten Landhaus aus dem 18. Jahrhundert befindet. Seine einzigartige Kochkunst basiert auf hochwertigen Grillgerichten, die mit verschiedenen Holzarten wie Steineiche, Weinreben oder Eichenholz aus alten Fässern zubereitet werden. Dabei setzt er selbst entworfene Utensilien sowie ein außergewöhnliches Flaschenzugsystem ein, um den Garprozess präzise zu kontrollieren.

Das Erlebnis ist unbeschreiblich: Über Stunden genießen wir ein ausgedehntes Mittagessen, begleitet von herrlichen Weinen wie dem Ossian 2009, einem 100 % Verdejo aus 150 Jahre alten Pie-Franco-Reben, und dem Pintia 2006 (Vega Sicilia), der mit seiner beeindruckenden Tiefe begeistert.

Satt und glücklich kehren wir ins Hotel zurück. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es am Abend noch einmal nach San Sebastián, um ein paar köstliche Pintxos zu genießen.

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25. Juli 2012:

Ein Tagesausflug nach Frankreich – genauer gesagt nach Biarritz. Es sind nur knapp 40 Kilometer. Wir verzichten auf die Autobahn und nehmen stattdessen die Küstenstraße. Unser erster Stopp: die Corniche Basque in der Nähe von Saint-Jean-de-Luz. Diese zehn Kilometer lange Klippe erstreckt sich von Ciboure bis Hendaye und eignet sich perfekt für einen Spaziergang auf dem Küstenpfad über die beeindruckenden Flysch-Klippen.

Kurz darauf erreichen wir Biarritz, eine elegante Küstenstadt im Südwesten Frankreichs. Sie ist bekannt für ihre luxuriösen Strände, ihre reiche Geschichte und ihr einzigartiges Flair, das französische Eleganz mit baskischer Kultur verbindet.

Zuerst machen wir einen Spaziergang entlang des Strandes Grande Plage, der direkt im Herzen der Stadt liegt. Dabei bewundern wir das historische Hôtel du Palais, ein prachtvolles Bauwerk aus der Zeit Napoleons III.

Ein Besuch im Markt „Les Halles de Biarritz“ darf natürlich nicht fehlen. Hier gibt es eine Fülle an lokalen Spezialitäten – von frischem Fisch und Meeresfrüchten bis hin zu baskischem Käse und dem berühmten Piment d’Espelette. Anschließend schlendern wir über die Fußgängerbrücke zum Rocher de la Vierge (Jungfrauenfelsen). Dieser berühmte Felsen mit einer Statue der Jungfrau Maria bietet eine spektakuläre Aussicht auf das Meer und die Stadt.

Am frühen Nachmittag macht sich ein kleines Hungergefühl bemerkbar. Gleich in der Nähe, am Hafen, liegt das „Chez Albert“. Hier war ich vor über zehn Jahren schon einmal – damals entstand eines der wichtigsten malerischen Porträts der Neuzeit. Wir gönnen uns eine Flasche Chablis und nur eine „kleine“ Meeresfrüchteplatte, schließlich haben wir für den Abend noch Pläne. Danach geht es zurück ins Hotel, um uns ein wenig zu erholen.

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Portrait des schönen Jünglings 2002, eine der wichtigsten Werke der Neuzeit

Abendprogramm:

ARZAK – Platz 8 der „The World’s 50 Best Restaurants“, 3 Michelin-Sterne

Dieses Restaurant ist eine wahre Institution in San Sebastián und wurde bereits 1974 erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Gastfreundschaft, Tradition und Moderne vereinen sich in diesem jahrhundertealten Familiensitz in Alto de Miracruz – einem kulinarischen Mekka, das von dem Vater-Tochter-Duo Juan Mari Arzak und Elena Arzak geleitet wird.

Überraschend und innovativ: Die Kreativität, die kunstvolle Präsentation und der intensive Geschmack der Gerichte sind das Ergebnis aufwendiger Experimente, die im „Laboratorio Arzak“ im selben Gebäude durchgeführt werden. Der Abend war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg – von der herzlichen Begrüßung über die 16 raffinierten Gänge des Degustationsmenüs bis hin zu den spektakulären Desserts. Begleitet wurde das kulinarische Erlebnis von einem traumhaften Rioja, dem Expression 2007 von den Bodegas Izadi.

Satt und rundum zufrieden treten wir den Heimweg an – morgen erwartet uns ein weiterer genussvoller Tag.

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26. Juli 2012

Ein ruhiger Tag: Da wir am Abend beim nächsten Sternentempel reserviert haben, nehmen wir es entspannt. Wir fahren durch die Hügel rund um San Sebastián, genießen die Landschaft, die baskische Architektur und die herrlichen Ausblicke. Zurück im Hotel, noch etwas entspannen und  zurecht machen, bevor es zur absoluten Topadresse dieser Reise geht.​

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MUGARITZ – Platz 3 der „The World’s 50 Best Restaurants“, 2 Michelin-Sterne

Das Mugaritz zählt zu den renommiertesten Restaurants der Welt und ist bekannt für seine avantgardistische Küche sowie seine einzigartigen kulinarischen Erlebnisse. Gelegen in der kleinen Stadt Errenteria, nahe San Sebastián im Baskenland, Spanien, wird das Restaurant vom visionären Chefkoch Andoni Luis Aduriz geleitet – einem Schüler des legendären Ferran Adrià, der die moderne Gastronomie revolutioniert hat.

Das Mugaritz steht für experimentelle Küche und den Mut, traditionelle Grenzen der Gastronomie zu überschreiten. Zutaten werden auf unerwartete Weise kombiniert, um Gerichte zu schaffen, die oft mehr Kunstwerk als Speise sind. Texturen, Temperaturen und Aromen werden gezielt verändert, um Emotionen zu wecken und Erinnerungen hervorzurufen.

Einige Kreationen des Mugaritz enthalten provokante Elemente wie essbare Erde, simulierte Steine oder Gerichte, die mit den Händen gegessen werden. Dabei legt das Team großen Wert auf die Verwendung regionaler Zutaten aus dem Baskenland.

Das Menü umfasst 20 Gänge und überrascht mit besonderen Momenten: Zu Beginn erwartet die Gäste eine Karte aus essbarem Papier, später wird ein Gang direkt am Tisch zubereitet, und ein weiterer wird in der klinisch sauberen Küche serviert – einer beeindruckenden Kulisse, in der etwa 50 Köche für nur 40 Gäste arbeiten.

Das Mugaritz ist kein gewöhnliches Restaurant, sondern eine Bühne für kulinarische Experimente und emotionale Erlebnisse. Es richtet sich an Gäste, die bereit sind, sich auf ein außergewöhnliches, intellektuelles und sensorisches Abenteuer einzulassen. Wer das Mugaritz besucht, sollte offen für neue Erfahrungen sein – denn hier werden die Grenzen der Gastronomie ständig neu definiert.

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27. Juli 2012

Da uns die baskische Küste so gut gefällt, nutzen wir den Tag, um von San Sebastián aus die kleinen Straßen entlang des Meeres zu erkunden. Die Strecke bis Mundaka beträgt nur etwa 100 Kilometer. Die ursprüngliche Fischersiedlung wäre vermutlich längst in Vergessenheit geraten, gäbe es nicht die berühmte „große Welle von Mundaka“. Dieser spektakuläre Surfspot zieht Wellenreiter aus ganz Europa an und gilt als der beste an der baskischen Küste.

Unterwegs halten wir immer wieder an, um kleinere Spaziergänge am Strand oder auf den Klippen zu unternehmen. Zum Mittag machen wir Pause im Hafen von Bermeo, in der gemütlichen Taberna Batun, wo wir klassische baskische Gerichte genießen. Es gibt Bacalao al Pil Pil – Kabeljau, der bei niedriger Hitze in Olivenöl und Knoblauch sanft gegart wird. Die Sauce entsteht durch das Emulgieren von Fischgelatine und Öl. Dazu probieren wir Chipirones en su Tinta – Tintenfische in ihrer eigenen Tinte, serviert mit einer intensiven schwarzen Sauce aus Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten. Begleitet wird das Ganze von einem Glas Txakoli, dem typischen spritzigen und leichten Weißwein der Region.

Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel. Diesmal nehmen wir die schnellere Route über die Schnellstraße. Doch bei der Abfahrt bin ich dann etwas zu schnell unterwegs – und so darf ich schließlich noch einen kleinen Beitrag zum baskischen Polizeifonds leisten.

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Am Abend fuhren wir ins etwa 10 Kilometer entfernte Lasarte-Oria, zu MARTÍN BERASATEGUI - Platz 29 der „The World’s 50 Best Restaurants“, 3 Michelin-Sternen 

Das 1993 eröffnete Restaurant trägt seit 2001 ununterbrochen diese höchste Auszeichnung. Das elegante, moderne Ambiente bietet zudem einen wunderbaren Blick auf die umliegende Landschaft.

Die Küche zeichnet sich durch kreative baskische Gerichte aus, die traditionelle Aromen mit innovativen Techniken meisterhaft verbinden. Das Degustationsmenü umfasst eine Vielzahl exquisiter Kreationen, die aus verschiedenen Schaffensjahren des Küchenchefs stammen. Ein unvergesslicher Abend mit außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen! Am Ende des Menüs hatten wir sogar die Gelegenheit, ein paar Worte mit Martín Berasategui persönlich zu wechseln.

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28. Juli 2012

Nun ist bereits der letzte Tag unserer Hochzeitsreise angebrochen. Der Rückflug findet am Nachmittag statt, und um die Zeit bis dahin optimal zu nutzen, fahren wir nach Bilbao, um das Guggenheim-Museum zu besuchen. Es zählt zu den ikonischsten Gebäuden der zeitgenössischen Architektur und beherbergt eine beeindruckende Sammlung moderner Kunst, darunter Werke von Künstlern wie Jeff Koons, Louise Bourgeois, Anish Kapoor und Jenny Holzer. Nicht zu vergessen sind die beiden Skulpturen außerhalb des Gebäudes: „Puppy“ von Jeff Koons – ein riesiger Hund aus bunten Blumen – und „Maman“ von Louise Bourgeois – eine monumentale Spinne, die Schutz und Mutterschaft symbolisiert.

Anschließend machen wir einen Rundgang durch die Innenstadt und genießen ein letztes kulinarisches Highlight bei Victor Montes, einer der angesagtesten Pintxos-Bars in Bilbao.

Damit geht unsere einzigartige kulinarische Reise zu Ende – eine Reise, an die wir uns wohl noch jahrelang erinnern werden.

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